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Leserbrief von Präsident Vogl-Fernheim und SV Höller

„Kammer-Vorstände berufen gegen MCI-Ausschreibung“ (04.02.2020) und „Neubau des MCI vorerst auf Eis“ (05.02.2020)

Nun sollen also wieder die Architekten schuld sein, dass das Projekt MCI nicht in die Gänge kommt. Einige Kollegen haben Einspruch gegen die neuerliche Ausschreibung erhoben. Das ist ihr gutes Recht. Die einstweilige Verfügung seitens des Landesverwaltungsgerichts zeigt, dass ihre Einwände fundiert sind. Als Vertreter der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Tirol und Vorarlberg und als Kollegen sehen wir es nicht als unsere Aufgabe, ihre Entscheidung weiter zu kommentieren.

Unter geht in der Berichterstattung und in der Debatte einmal mehr allerdings ein zentraler Punkt: Das nun vorgesehene Raumprogramm wurde gegenüber dem bei der ersten Wettbewerbsausschreibung geforderten empfindlich reduziert!
Trotzdem wird das damit kleinere Projekt (!) teurer (!), als das von den Architekten bei der ersten Ausschreibung berechnete. Um es also erneut ganz klar zu sagen: Gerade, weil die Architekten damals sehr genau gerechnet haben, wurde offensichtlich, dass um die ursprünglich vorgesehene Summe ein Gebäude dieses Ausmaßes nicht gebaut werden kann! Das nun den Architekten anzukreiden, finden wir unmoralisch.

Die Kammer der ZiviltechnikerInnen, die Funktionäre und die Architektenschaft pflegen einen intensiven Dialog mit den Entscheidungsträgern und haben auch in schwierigen Situationen aktiv das Gespräch gesucht. Unser Bestreben besteht darin, qualitätvolle Verfahren für alle Beteiligten und zum Wohle der Gesellschaft zu erzielen. Selbstverständlich agieren wir Architekten verantwortungsbewusst, maßvoll und ressourcenschonend im Sinne des Steuerzahlers.

Tirol hat in den letzten Jahrzehnten bewiesen, wie ergiebig und fruchtbar das gemeinsame Ringen um eine hohe Bauqualität bei öffentlichen Gebäuden ist – mit Verfahren, die zukunftsfitte und langlebige Bauten ermöglichen. Der auf Vertrauen und Wertschätzung basierende Austausch zwischen der Architektenschaft und der öffentlichen Hand hat zu gelungenen Verfahren und herausragenden Lösungen geführt. Es sollte auch den Entscheidungsträgern ein Anliegen sein, diesen erfolgreichen Weg fortzusetzen. Die Exzellenzschmiede MCI, ihre künftigen Nutzer, die Tiroler Bevölkerung haben die beste und eine nachhaltige Lösung verdient!

Architekt DI Hanno Vogl-Fernheim
Präsident der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Tirol und Vorarlberg

Architekt DI Christian Höller
Vorsitzender der Sektion ArchitektInnen, Kammer der ZiviltechnikerInnen für Tirol und Vorarlberg


Allgemeines Rundschreiben Nr. 10, Dezember 2019

 

Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege! 

Was bringt das neue Jahr?
Kürzlich hat unsere jährliche Kammervollversammlung stattgefunden und finden Sie eine kurze Nachlese und die gefassten Beschlüsse unterhalb.

Zum selbständigen Antrag bzgl. Umstellung des Kammerumlagenmodells auf ein umsatzabhängiges System möchte ich Ihnen mitteilen, dass der Antrag von den Anwesenden zwar abgelehnt wurde, der Kammervorstand das Thema aber aufgreifen wird und eine Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines umsatzabhängigen Kammerumlagensystems eingerichtet wird.

Kolleginnen und Kollegen, die sich in der Arbeitsgruppe einbringen und mitarbeiten möchten, bitten wir um Mitteilung an die Kammerdirektion.

Gleichzeitig darf ich alle Mitglieder ersuchen, ihre Umsatzzahlen für das Jahr 2018 und die Anzahl der MitarbeiterInnen im Ziviltechniker-Büro in der Kammerdirektion bekanntzugeben, damit die Arbeitsgruppe Anfang 2020 starten und mit tatsächlichen Zahlen ein Kammerumlagenmodell für unsere Länderkammer erarbeiten kann.

 

Im Namen des Kammervorstandes und der Mitarbeiterinnen der Kammerdirektion wünsche ich Ihnen noch eine schöne und hoffentlich nicht zu hektische Vorweihnachtszeit, ein besinnliches Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr mit Gesundheit, Glück und Erfolg!

Mit kollegialen Grüßen
Architekt Dipl.-Ing. Hanno Vogl-Fernheim
Präsident

 

KAMMERVOLLVERSAMMLUNG
Bei der diesjährigen Kammervollversammlung am 29.11.2019 im Vorarlberger Architektur Institut in Dornbirn konnte Präsident Hanno Vogl-Fernheim rund 50 Mitglieder begrüßen.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr berichteten Präsident Hanno Vogl-Fernheim, Sektionsvorsitzende Traute Scheiber, Christian Höller und Carmen Schrötter-Lenzi über die Kammerarbeit und die Themenschwerpunkte der einzelnen Sektionen. Finanzreferent Josef Klingler erläuterte die finanziellen Angelegenheiten (Jahresabschluss 2018, Jahresvoranschlag 2020 und die Kammerumlage 2020).

Im Anschluss richteten Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Angelika Kaufmann (Stadt Dornbirn), Mag. Gerhard Loacker (NEOS), Christoph Thoma (Abg. zum Vorarlberger Landtag) und Dr. Richard Forster (Vizepräsident der Notariatskammer für Tirol und Vorarlberg) Grußworte an die Anwesenden.

Einige Eindrücke von der Kammervollversammlung 2019 finden Sie weiter unten.

 

PROTOKOLL + BESCHLÜSSE KAMMERVOLLVERSAMMLUNG 2019

Das Protokoll zur Kammervollversammlung vom 29.11.2019 kann in der Kammerdirektion angefordert werden.

Der Jahresabschluss 2018 und der Jahresvoranschlag 2020 wurden in der ausgesandten Form beschlossen.

Die Höhe der Kammerumlage wurde in der ausgesandten Form wie folgt beschlossen:

Umlagenordnung 2020:

  • Mitglieder mit aufrechter Befugnis:                                      EUR  1.326,-
  • Mitglieder mit ruhender Befugnis:                                        EUR     634,-
  • Mitglieder mit ruhender Befugnis und Pensionsbezug:        EUR     290,-
  • Von Ziviltechnikergesellschaften zu bezahlender Beitrag
    (§ 91 Abs. 2 ZTG 2019):                                                       EUR     634,-
  • Außerordentliche Mitglieder (§ 42 Abs 2 ZTG 2019):           EUR       66,-

 

Ermäßigungen für Mitglieder:
Kammerumlage für neu eintretende Mitglieder (Drittelregelung):
Wer zum ersten Mal Mitglied der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Tirol und Vorarlberg wird, bezahlt im ersten Jahr der Mitgliedschaft keine, im zweiten Jahr ein Drittel und im dritten Jahr zwei Drittel der Kammerumlage. Erst im vierten Jahr der Mitgliedschaft wird die Kammerumlage in voller Höhe (2020: EUR 1.326,-- für die aufrechte und EUR 634,-- für die ruhende Befugnis) vorgeschrieben.

Weibliche Kammermitglieder unterliegen ab dem der Geburt eines Kindes folgenden Kalenderjahres auch der Drittelregelung (siehe Ermäßigungen oben). Dies setzt eine entsprechende Meldung an die Kammerdirektion voraus.

Männliche Kammermitglieder können um adäquate Kinderbetreuungsförderung beim Kammervorstand ansuchen, wenn sie durch den Kindergeldbezug oder andere Nachweise die Kinderbetreuung glaubhaft machen.

Die Höhe der Übertrittsgebühr (EUR 181,--) und die von der Vollversammlung 1986 beschlossenen Richtlinien für das Mahnwesen, in der Fassung der Vollversammlung 1993, bleiben weiter in Kraft.

Kammermitgliedern, die während des Jahres den Kanzleisitz von einer anderen Länderkammer in die hiesige Länderkammer verlegen, wird keine Kammerumlage mehr vorgeschrieben, sofern sie bereits in der früheren Länderkammer die Kammerumlage bezahlt haben. Dasselbe gilt für die Kammermitglieder mit ruhender Befugnis, die ihren Wohnsitz in den hiesigen Kammerbereich wechseln.

Die gesamte Umlagenordnung für das Jahr 2020 kann in der Kammerdirektion angefordert werden.

 

Der Selbständige Antrag nach § 13 der Geschäftsordnung, wonach die Kammerumlage für das Jahr 2021 auf ein umsatzabhängiges System umgestellt werden soll, wurde in der Kammervollversammlung abgelehnt.

Das Thema ist nicht neu und wurde bereits in den vergangenen Jahren mehrfach diskutiert. Der Kammervorstand wird das Thema trotz Ablehnung in der Kammervollversammlung aufgreifen und dazu eine Arbeitsgruppe einrichten.

Alle Mitglieder werden dazu aufgefordert, ihre Umsatzzahlen für das Jahr 2018 und die Anzahl der MitarbeiterInnen im Ziviltechniker-Büro in der Kammerdirektion bekanntzugeben, um mit tatsächlichen Zahlen anhand bereits bestehender Kammerumlagenmodelle der LK W/N/B und LK Stmk/Ktn ein Kammerumlagenmodell bzw. ein neues Kammerumlagenmodell für unsere Länderkammer zu erarbeiten.

 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Kollektivvertrag ab 01.01.2020
Ab 01.01.2020 gelten folgende Änderungen im Kollektivvertrag:

Kollektivvertragliche Mindestgehälter
Die kollektivvertraglichen Mindestgehälter werden um 2,5% erhöht und auf ganze Euro kaufmännisch gerundet.

Lehrlingsentschädigung
Erhöhung um 2,5% und kaufmännische Rundung auf ganze Euro.

Zulagen und Trennungsgeld
Erhöhung sämtlicher Zulagen und des Trennungsgelds um 2,5% und kaufmännische Rundung auf Zehntel Euro.

Ist-Gehälter
Die Empfehlung zur Aufrechterhaltung der bestehenden Überzahlungen bezogen auf den Kollektivvertrag vom 01.01.2019 in der euromäßigen Höhe bleibt bestehen.

Weitere textliche Änderungen, die mit 01.01.2020 in Kraft treten, finden Sie hier.

 

Basiswert und Honorarindices 2020
Auf Basis des Übereinkommens vom 28.01.2002 zwischen den Bundesländern, dem BMWA, den ÖBB, der HL-AG, der ÖSAG und der Alpenstraßen AG einerseits und der Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen andererseits über die Anpassung der Honorarindices und des Basiswertes wurde Folgendes vereinbart:

Der Erhöhungsfaktor für den Basiswert und die Honorarindices, bezogen auf die Werte vom 1.1.2019, lautet: 1,01956

Honorarindices:

  • 9,47 Honorarindices zu Projektierungsarbeiten an Autobahnen, Bundesstraßen,
     Brückenbauten sowie für Vermessungsarbeiten an Autobahnen
  • 7,80 Honorarindex für Vermessungsarbeiten an Bundesstraßen

Der Basiswert beträgt: 86,84

Geltungsbeginn: jeweils 1. Jänner 2020

Das Amt der Tiroler Landesregierung, Verkehr und Straße, SG Brücken- und Tunnelbau hat die Valorisierung des Basiswertes/der Indices mit Schreiben vom 05.12.2019 bereits bestätigt und anerkannt.


Drittelregelung bei Geburt eines Kindes

Wir bitten Sie uns rechtzeitig – bis spätestens 10. Jänner 2020 - zu informieren und uns eine Kopie der Geburtsurkunde zu übermitteln, wenn Sie im Jahr 2019 ein Kind geboren haben, um dies bei der Vorschreibung der Kammerumlage für das Jahr 2020 berücksichtigen zu können.


Änderungen beim Befugnisstatus

Wir bitten Sie weiters, Änderungen des Befugnisstatus der Kammerdirektion rechtzeitig bekanntzugeben, da für die Berechnung der Kammerumlage für das Jahr 2020 der Status zum 01.01. maßgeblich ist. Siehe dazu den Passus in der Umlagenordnung: Die Kammerumlage wird auf Basis des Befugnisstatus (aufrecht oder ruhend) zum 01.01. des betreffenden Kalenderjahres für das jeweils laufende Jahr vorgeschrieben.


Kostenlose Mediation/Schlichtung als Serviceleistung für unsere Mitglieder

Immer wieder kann es zu schwer lösbaren Konflikten zwischen Mitgliedern untereinander als auch zwischen einem Mitglied und dessen AuftraggeberIn kommen.

Bei Streitigkeiten zwischen Mitgliedern ist vor Anrufung der Gerichte verpflichtend eine Schlichtung (§ 55 ZTG 2019) durchzuführen. Als Serviceleistung steht die Mediation aber auch Mitgliedern und deren AuftraggeberInnen kostenlos zur Verfügung.

Die Mediation ist freiwillig und wird – je nach Problemstellung - entweder durch eine/n in der Mediation erfahrene/n JuristIn, durch eine/n FunktionärIn oder durch ein Mitglied mit Mediationsausbildung durchgeführt.

2019 fanden drei Mediationen/Schlichtungen zwischen Mitgliedern und deren BauherrInnen statt. Die Konflikte konnten gelöst werden. Für die Mitglieder fallen keine Kosten an, diese werden von der Kammer übernommen.


ZiviltechnikerInnenprüfungen 2020

Wie uns seitens der Landesbaudirektion Tirol bekannt gegeben wurde, finden die ZiviltechnikerInnen-Prüfungen 2020 zu folgenden Zeiten statt:

  • Frühjahr 20.-24.04.2020
  • Herbst 09.-13.11.2020

Die Unterlagen für die Vorbereitungskurse zu den ZT-Prüfungen finden Sie hier.

 

GESETZE

Gesetze und Verordnungen des Bundes:

  • VO der EU-Kommission über die Schwellenwerte für Auftragsvergabeverfahren ab dem 01.01.2020, BGBl II 358/2019

Gesetze und Verordnungen Land Vorarlberg:

 

VERANSTALTUNGEN

In unserem Veranstaltungskalender finden Sie u.a. folgendes Seminar:

 

AUSSTELLUNG

  • City above City – Rossau; Eröffnung 13.01.2020, 18:00 Uhr, Raum für Stadtentwicklung, Stadtbibliothek Innsbruck. Ausstellungsdauer von 14.01.-24.01.2020 - EINLADUNG


Wettbewerbs- und Vergabekonsulenten – Kostenloser Service für AuftraggeberInnen, Mitglieder und VerfahrensbetreuerInnen

 

Seit über einem Jahr sind die neuen Wettbewerbs- und Vergabekonsulenten bereits tätig.

Architekt DI Lukas Mähr unterstützt die Agenden der Sektion ArchitektInnen im Wettbewerbswesen (wettbewerbskonsulent[at]kammerwest[dot]at), Zivilingenieur DI Stephan Bstieler steht für die Sektion IngenieurkonsulentInnen bei Ingenieurvergaben zur Verfügung (vergabekonsulent[at]kammerwest[dot]at).

Im Architektur-WB-Wesen erfolgt bei Verfahren, die in Abstimmung mit der Kammer stattfinden und eine faire und partnerschaftliche Abwicklung vorsehen, eine Kooperation. Zukünftig soll eine entsprechende Kooperation auch bei Ingenieurvergaben stattfinden.

VerfahrensbetreuerInnen von Ingenieurvergaben können sich jederzeit, insbesondere bei schwierigen Ausschreibungen, an DI Bstieler zur Unterstützung und Prüfung der Ausschreibung auf Vereinbarkeit mit den Vorgaben der Kammer wenden. Bei Einhaltung dieser Vorgaben erfolgt in Abstimmung mit den jeweiligen FG-Obmännern bzw. Stellvertretern eine Freigabe bzw. Kooperation.

© SAAL/Architekturstudio und © DieFotografen
WBVK Arch. DI Lukas Mähr (links) und WBVK DI Stephan Bstieler (rechts).


Baukulturelle Leitlinien des Bundes

Um künftig eine aktivere Rolle bei der Entwicklung der heimischen Baukultur spielen zu können, wurden vom Ministerrat im August 2017 die Baukulturellen Leitlinien beschlossen. 

Diese gliedern sich in folgende Bereiche:

  • Orts-, Stadt- und Landschaftsentwicklung
  • Bauen, Erneuern und Betreiben
  • Prozesse und Verfahren
  • Bewusstseinsbildung und Beteiligung
  • Wissenschaft und Kompetenzverteilung und
  • Lenkung, Kooperationen und Koordinationen.

Ergänzt wird das Konzept durch ein Impulsprogramm, welches konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Leitlinien beschreibt.

Die Leitlinien inkl. Impulsprogramm finden Sie hier


Adresse
Rennweg 1, Hofburg, 6020 Innsbruck
Telefon
+43 (0)512 588 335
Fax
+43 (0)512 588 335 - 6
Email
arch.ing.office@kammerwest.at